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Die neue Rechtschreibstrategie
In der Arbeit mit Einzelschülern



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Feststellen, bei welcher Augenstellung der Schüler ins Bildergedächtnis geht
Methode: Befragen Sie den Schüler über Bilder oder Gegenstände, an die er sich visuell erinnern kann. Beobachten Sie seine Augen: Schaut er nach rechts oder links oben? Die am häufigsten vorkommende Blickrichtung ist die Seite, die für
das bildhafte Speichern auch der Wörter von Bedeutung ist!
(im Folgenden Bildposition genannt)


Einprogrammieren schwieriger Wörter

Der Lehrer schreibt das Wort mit dickem Filzstift („Marker“) auf einen ca. 5cm breiten Papierstreifen. Man beginnt dabei mit einfachen, leicht strukturierbaren Wörtern.

Dann hält man den Streifen in die Bildposition. Der Schüler verfolgt die Buchstaben mit den Augen, achtet auf die Wortform, die nach oben oder unten abstehenden Buchstaben und eventuelle Besonderheiten (Verdopplungen, Dehnungen usw.).
Beispiel: Schulmappe. Durch exaktes Einrahmen der Buchstaben kann die Wirkung noch verstärkt werden.

Man lässt den Schüler einen „Schnappschuss“ (Foto) von dem ganzen Wort machen.

Nun nimmt man den Papierstreifen weg, hält die leere Hand in die Bildposition und fragt den Schüler, ob er das Wort noch in der Bildposition sehen kann.

Ist er bereit zum Schreiben, so lässt man ihn das Wort auf ein Blatt schreiben. Es kann auch genauso groß wie die Vorlage sein. Wenn er noch unsicher ist, kann man ihm das Wort noch einmal in Bildposition zeigen.

Anschließend lässt man den Schüler das geschriebene Wort mit dem in Bildposition gespeicherten vergleichen. („Schau, ob es sich richtig anfühlt“ sei der Lehrerkommentar).

Wenn der Schüler bejaht, vergleichen wir mit dem ursprünglichen Zettel und loben ihn kräftig. Sollte das Wort nicht richtig geschrieben sein, wiederholen wir den Vorgang ohne irgendwelchen Tadel (auch nicht mimisch).

Zusatz vor dem Schreiben: Der Schüler buchstabiert das Wort vom inneren Bild her. Bei einem sicheren Eindruck kann man das Wort vom inneren Bild her auch rückwärts buchstabieren lassen.

"Rückblick": Man lässt die Augen in Bildposition schauen und den Wortstreifen mit dem inneren Bild ergleichen. Während der kommenden Woche lässt man den Schüler die so gelernten Wörter im Satzzusammenhang schreiben.

"Zukunftsüberbrückung": Der Schüler stellt sich vor, er würde gerade in der Schule das Diktat schreiben.

Immer wiederkehrende Formulierungen des Lehrers:

  „Male die Buchstaben mit den Augen nach.“
  „Achte auf alles, was für dich wichtig ist.“
  „Wie klar ist dein Bild?“
  „Welche Farbe haben die Buchstaben, welche der Hintergrund?“
  „Wie siehst du das Wort besser – mit offenen oder geschlossenen Augen?“
  „Schau so oft hin, wie du möchtest!“
  „Sobald dein Bild klar ist, fang an und schreiben!“
  „Sag dir das Wort nicht vor, sondern betrachte sein Bild!“

Eine gute Einstimmung in die Arbeit sind sog. „Überkreuzbewegungen“ sowie die „Liegenden Achten“ aus dem „Braingym“.


Literatur: „Megateaching“ von C.v. Nagel u.a. VAK-Verlag Freiburg 1989



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